[ „Wäre ich britischer Premier würde ich aus allen Schulen kulturelle Zen- tren machen“ Vivienne Westwood ]

Offener Bildungscampus Franckviertel

Unsere Vision (bis 2020) ist die Errichtung eines für Kinder wie Erwachsenenen offenstehenden Bildungscampus in der Franckstr. 70 (Volkshaus, Dorfhalleschule, Cafe Franck). Dieser Offene Bildungscampus versteht sich als kulturelle Begegnungs-, Lern- und Experimentierstätte für den Stadtteil Franckviertel. Sein Herz ist bereits bestehende Volksschule.

Die konkrete inhaltliche Programmierung und Entwicklung unserer Vision ist ein „never ending work in progress“, der sich kontinuierlich aus den Ideen, Wünschen und Widerständen und den daraus resultierenden Projekten von BewohnerInnen, Eltern, LehrerInnen und anderen Verantwortlichen zusammensetzt. Wir verstehen jedes einzelne Projekt der „friends of franckviertel“ als Baustein, den wir auf seine Tragfähigkeit für die Vision austesten. So füllt sich die Vision schon jetzt sukzessive mit Leben.

Auf dieser Seite sind lediglich jene Massnahmen bzw. Schritte aufgelistet die explizit mit der Entwicklung der Campusvision zu tun hatten.

Ganztagesschule 2010 – 2013

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dorf.halle.schule  – ein experiment     

inge bammer, thomas mader, peter arlt laden ein:                                                

9.10.10, 13 – 18h

VS 33 (dorfhalleschule)

begleitet von helga platzer und werner wascher                                   

(„dorf.halle.schule – ein experiment“ konnte durch den überraschenden tod von werner wascher nicht durchgeführt werden.)

Klausuren zum Schulumbau

Im Zuge der Einführung von zwei Ganztagesklassen ab dem Herbst 2012 und den damit verbundenen Umbau in den Sommerferien wird im Frühjahr in mehreren dreistündigen Klausuren mit den betroffenen Lehrerinnen, der Direktorin und einer Architektin an Ort und Stelle über Atmosphären und Räume nachgedacht und diskutiert. Anschließend werden die gesammelten Wünsche und Pläne den zuständigen Behörden nähergebracht und weiterentwickelt.

Umbau 2.Stock VS 33

mit Patzelt Architekten/ Petra Stiermayr und Mag. Linz, 20.9.13

Plan Umbau

Zeitungsartikel Kurier25.11.12

 

Im Zuge der „baubesprechungen“ des architekturforum OÖ. wurde die erste Umbauetappe der VS 33 besichtigt und besprochen.
„Mit einer kleinen Intervention in die historische Substanz der Dorfhalleschule im Franckviertel wurde der erste Schritt zu einer strukturellen Erneuerung des Schulunterrichts gesetzt. Der Prozess des etappenweisen Schulumbaus und das ihm zugrundeliegende Ineinandergreifen der beteiligten Kräfte ermöglicht es, in traditioneller Lernumgebung subtile Spielräume zu eröffnen. … zwischen den beiden Ganztagsklassen tut sich eine „Material-Oase auf, es gibt einen Computer- und einen Ruheraum, und das geräumige Wohn-Spielzimmer trägt seinen Namen völlig zu recht.“ (zitiert aus: afo-Folder)

4k-2011

 

Die Arbeitsgruppen: März 2013 – Juni 2014

infolge des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind das Volkshaus“ im März 2013 sind zwei Arbeitsgruppen entstanden

Arbeitsgruppe 1: Bibliothek zu Cafe

Mit 1. März 2013 wurde die im Volkshaus befindliche Stadtteilbibliothek geschlossen. Dies wurde als großer Verlust betrachtet und Überlegungen zur Rettung diskutiert.
Die Volksschule übernimmt die geschlossene Stadtteilbibliothek offiziell als Schulbibliothek. Sie soll aber auch zugleich weiterhin eine (halböffentliche) Stadtteilfunktion beibehalten mit kleinem Cafe bzw. Kaffeemaschine zur Selbstbedienung.

 Inhaltliche wie organisatorische Präzisierung für die Betreibung des Cafes (u.a. Exkursionen), Einbeziehung von ArchitektInnen, Zeichnung von Umbauplänen, diverse offizielle und inoffizielle Termine mit PolitikerInnen und Beamten.

Arbeitsgruppe 2: Tröpferlbad zu Werkstätten

Da im Stadtteil der überwiegende Teil der Wohnungen Mietwohnungen sind, fehlen größere Kellerabteile, die als Werkstatt verwendet werden könnten. Zugleich wurde von einigen TeilnehmerInnen der Wunsch nach Werkstatträumen laut. Die Volksschule besitzt zwar einen kleinen Werkraum, leidet aber unter Platznot (auch durch die sukzessive Umstellung auf Ganztagesklassen).
Gemeinsame Lösung in Form einer gemischten Werkstätte, d.h. während der Schulzeit (8-16h) ist es eine Schulwerkstätte, nach 16h, an Wochenenden und in der Ferienzeit eine offene Werkstätte für den Stadtteil.
Ein dafür geeigneter Ort wurde im, ebenfalls im Gebäudekomplex (=Dorfhalle) des Volkshauses befindlichen seit Jahren leerstehendes „Tröpferlbad“ gefunden.  Die
Voest-Stahlwelt/Lehrlingsausbildung (Fr. Mag. Neuweg) übernimmt die (Kosten der) Einrichtung. Gemeinsames Arbeiten mit Lehrlingen und Ausbildnern. In Zusammenarbeit mit ArchitektInnen wurde ein Umbauplan erstellt.

Umbauplan Werkstatt

 

Pilotschule 2014 ff

Grandtermin 31.3.14

pilot1

Info-Folder

Zum einen wurde gemeinsam mit der Schule, den Arbeitsgruppen und in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten (z.B. Univ. Prof. Bacher) das Konzept des Bildungscampus weiter verfeinert. Es sah als nächsten Schritt das Zusammenführen von Hort und Schule (“Pilotschule“) vor, den Ausbau des – ebenfalls im Gebäude befindlichen – seit Jahren leerstehenden Tröpferlbades zu Werkstätten (in Kooperation mit der VOEST) sowie die Adaptierung der 2013 geschlossenen Stadtteilbliothek zu einer Malwerkstatt und einem Elterncafe vor.

Dazu wurden über mehrere Monate Gespräche mit zuständigen Beamten und PolitikerInnen geführt, die zu einem „Grand Termin“ mit drei StadträtInnen, drei Abteilungsleitern und mehreren Beamten führten. Dabei wurde der Umbau der Stadtteilbibliothek zum Cafe Franck beschlossen und von der Stadt Linz in Zusammenarbeit mit „unseren“ ArchitektInnen im Sommer 2014 realisiert. Die hinteren Räume der Ex-Stadtteilbibliothek wurden zu einem Malraum adaptiert.
Den Umbau des Tröpferlbads zu Werkstätten wird nicht finanziert und es gelang uns (= friends of franckviertel und VS 33) auch nicht, die entscheidenden Personen von der Vision des Bildungscampus bzw. der Pilotschule zu überzeugen.

 

Atempause, April 2014ff

Durch fehlende offizielle Unterstützung für die große Vision des Bildungscampus haben sowohl Schule wie „friends of franckviertel“ eine kleine Erholungspause eingelegt und sich 2015 vor allem auf die Etablierung des „Cafe Francks“ als Eltern- bzw. Stadtteiltreff konzentriert.