buchstaben-werkstatt

Dort geboren. Heute hier leben. Neue LinzerInnen sind in ihrem Alltag mit einer anderen sprachlichen Umbegung konfrontiert und entwickeln eine neue Beziehung zu Sprache. 
Welche Bedeutung nehmen die Sprachen für sie?
Welche Wörter sind ihnen wichtig? 
Welche fehlen ihnen? 
Welche vermissen sie? 
Was würden sie gern sagen? 
Wie können sich ihre Muttersprache und die deutsche Sprache mischen? Wofür? 

Im Buchstaben-Werkstatt suchen wir Wörter, die ein Gefühl, ein Wunsch, eine Errinerung oder nur ein Klangsvergnügen bringen. Wir geben Ihnen eine Form, mit Techniken der Hand- und Textilarbeit: sticken, hackeln, nähen, mit Perlen basteln, usw… Buchstabe nach Buchstaben baut die Hand Wort-Bilder. Manchmal fixieren wie diese mit Hilfe der Fotografie. 
Es gibt wenig Regeln: Die Sprachen dürfen sich mischen. Es darf keinen Sinn haben. Es kann auch nur ein Buchstabe sein. Ziel ist es letzendlich, zum Wort zu kommen. 

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Der kleine Unterschied

Es sprach zum Mister Goodwill 
ein deutscher Emigrant:
„Gewiß, es bleibt dasselbe, 
sag ich nun land statt Land,
sag ich für Heimat homeland 
und poem für Gedicht.
Gewiss, ich bin sehr happy:
Doch glücklich bin ich nicht.“

Mascha Kaléko (1907-1975)